Aloha, everybody!

Tuesday, April 22nd, 2008 Latitude: S Longitude: E

Say hello to a Ukulele made in China, bought in Cologne, played as a Brazilian Cavaquinho wherever I’ll be taking it!

Brasilien nix für Anfänger

---> Wo ist das?

Friday, May 25th, 2007 Latitude: -22.967763S Longitude: 43.224013W

In der neuen Lettre ist ein schöner Artikel über den Brasilianischen Fußball. Am meisten berührt hat mich das an den Anfang gestellte Zitat von Tom Jobim:

Brasilien ist nichts für Anfänger

Jobim selber war absoluter Brasilien-Profi. Auf seinen Spuren in Rio zu wandeln, heißt, sich an die besten, die schönsten, die ruhigesten und die intensivsten Stellen zu begeben.

Jobim

Im Botanischen Garten hatte er seinen ganz eigenen Ruheort, Inspirationsquelle für viele seiner unsterblichen Lieder.

Denkmal für Sergio

Friday, November 24th, 2006 Latitude: S Longitude: E

An dem konnte ich nicht vorbei gehen, ohne es zu fotografieren:

20112006112 Gesehen auf der alten Lenin-Allee, heute ulize Dostyk in Almaty, Kasachstan. Hier quasi als Denkmal für meinen Freund Sergio, der mir vor einem Jahr geholfen hatte, in Rio in Eile eine Cavaquinho auszusuchen. Sergio, die Geduld, die Du hattest, hat sich gelohnt!

Eu não sou daqui…

Friday, November 24th, 2006 Latitude: S Longitude: E

…ich bin nicht, von hier, ich bin aus Niteroi… lautet der Anfang einer Samba von Wilson Batista und Ataulfo Alves. Kennengelernt habe ich das Stück durch eine CD von Zélia Duncan, heute, nach 2-wöchigem Üben, habe ich es zum ersten Mal vollständig gespielt. Geübt habe ich morgens und abends in meinem Hotelzimmer hier in Almaty, Kasachstan, auf einer Cavaquinho, die ich vor einem Jahr in Rio gekauft habe. Nachdem sie aus Zeitmangel nun ein Jahr im Koffer in der Ecke geschlummert hatte, kam sie mir als handlicher Reisebegleiterin gerade recht. Hotelzimmer werden wohnlicher, wenn man sein eigenes Instrument mitbringt.2005-10-08_13-58-12

„Eu não sou d’aqui…“ denkt sich meine Cavaquinho, während vor dem Fenster kasachische Schneelandschaften entstehen, Flocke um Flocke.

Brasilianische Post macht Fortschritte

---> Wo ist das?

Wednesday, January 4th, 2006 Latitude: 50.92099979703473N Longitude: 6.921257972717285E

Aus Brasilien erreicht uns dieser Tage Dank für ein Buch, welches wir an Freunde gesandt hatten. Nach zwei Atlantiküberquerungen – keine davon wirklich notwendig – hat es nun seinen Bestimmungsort erreicht, Mariana in Minas Gerais.

Ausgangspunkt der Reise war Paraty, an der Küste zwischen Rio und São Paulo. Dort hatten wir den Bildband über historische deutsche Fotografen in Brasilien in einer kleinen Buchhandlung entdeckt. Wir wollten ihn nach Mariana schicken, als Dank für die Gastfreiheit, die wir dort genossen hatten und die maßgeblich für unser angenehmes Ankommen in diesem Lande steht.

Der schwere Bildband war bald verpackt, adressiert und zur Post gebracht. Selbige ist in Brasilien eine dankbare Mischung aus postalischer Genau- und brasilianischer Menschlichkeit (Hat jemand jemals die Telefonnummer seiner deutschen Postfiliale herausbekommen, um nachfragen zu können, wo sein Paket abgeblieben ist? – Ich hab’ eine solche von einer Filiale in Copacabana, Rio, Brasilien. “Weil ja die Servicenummern aus dem Ausland nicht funktionieren…“, wie eine Mitarbeiterin pragmatisch feststellte.) Entsprechend galt es Formulare auszufüllen, mit Angaben zu Inhalt, Wert und vor allem Absender und Adressat.

Wir gaben die brasilianische Adresse unserer Freunde in Mariana an – per Postauto etwa eine Tagesreise entfernt von Paraty. Und unsere Heimadresse in Deutschland als Absender. Falls etwas schief gehen sollte. Es sollte schief gehen – und zwar gründlich.

Nachdem das Porto bezahlt war, verließ das Paket unser Blickfeld – welches es aber einige Wochen später wieder betreten sollte. Eines Tages lag es beim nach Hause kommen im Briefkasten. Ein brasilianischer Postmitarbeiter hatte den deutschen Absender und die brasilianische Adresse getauscht. Damit das Paket mit brasilianischem Absender und deutscher Adresse aus Brasilien nach Deutschland gesendet werden konnte. Und nicht etwa mit deutschem Absender aus Brasilien nach Brasilien. An einen brasilianischen Adressaten. “Alles sehr verwirrend, was die da auf dem Begleitzettel notiert haben.” Wird er gedacht haben, wenn überhaupt.

Die Deutsche Post sah sich ausserstande, den Fehler ihrer brasilianischen Kollegen kostenfrei auszubügeln. Ein weiteres mal mussten Formulare ausgefüllt, Porto entrichtet und gehofft werden, dass es nun dieses Mal klappe. Kurz nach Weihnachten (Timing!) dann die erlösende Dankes-Mail aus Mariana:

”Recebemos o lindo presente. obrigado pelo livro. e’ lindo!“

Und die Moral von der Geschicht? – Früher war alles besser. Zu Zeiten, als Post noch per Maultier von Paraty nach Mariana transportiert wurde, auf der ”Estrada Real”, dauerte die Reise 24 Tage, weniger als ein Monat. Das ist ungefähr die Hälfte dessen, was unser Buch heute gebraucht hatte.