Archive for the 'Transport' Category

Vespa mit Seitenwagen

Saturday, February 28th, 2009 Latitude: S Longitude: E

Sidecar Vespa Laos Vientiane

Seitenwagen linke Seite

Saturday, February 28th, 2009 Latitude: S Longitude: E

Gestern zum ersten Mal in einem Seitenwagen gefahren!!! Wenn man selber immer auf der rechten Seite, sprich auf dem Motorrad unterwegs ist, fragt man sich ja schon ab und zu, wie sich das wohl anfühlt, links aussen, knapp über der Straße… Seit gestern ist diese Frage für mich auch beantwortet. Beim Besuch eines excellenten Restaurants unweit des Wat Inpeng hier in Vientiane mit dem Besitzer einer chinesischen BMW-Nachbaus ins Gespräch gekommen, um eine kurze Tour gebeten – und erhört worden. Großartig!

Vom Kurs abgekommen…

Tuesday, July 8th, 2008 Latitude: S Longitude: E

Kurswagen sind eine wundersame Sache. Wie Vagabunden fahren sie kreuz und quer über unseren Kontinent – heutzutage nurmehr Nachts, als Schlaf- oder Liegewagen. Das gibt ihnen einen noch zwielichteren Anschein, geradezu wie ein Unrasierter, der abends in eine Bar kommt, in der er noch nie gesehen worden war und wo er sicherlich nicht noch einmal auftauchen wird.

Kurswagen werden “bereitgestellt”, “angehängt”, “abgekoppelt” und am Ende wieder “abgestellt”, damit am Abend drauf die Reise weitergehen kann. Mein Kurswagen, Ziel der ehrenwerte Münchener HBf, wurde auf Gleis 3, kroatisch “Peron”, in Rijeka “bereitgestellt”. Montag abend sind solche Züge nicht einmal zur Ferienzeit voll, es war schwül, es fing an zu gewittern, kurz vor der Abreise, die dann doch nicht stattfand. Es regnete, blitzte, donnerte, der ganze Himmel über Rijekas Bahnhof und dem dahinter liegenden Hafen schien in Aufruhr. Unser Zug, unser Kurswagen, ruhte.

Der Sturm hatte, so hieß es bald, einen Baum auf die Oberleitung der Strecke geworfen. Ersatzbusse, Ersatzzüge, Hotelübernachtungen summte es im Gang vor dem Abteil. Voll gewahr, dass ich weder zur Situation beitragen, noch zu ihrer Erleichterung hätte etwas entnehmen können, streckte ich mich in meiner Koje aus, leise schwitzend.

Später dann, woher auch immer, hatten die kroatischen Eisenbahner eine Diesel-Lokomotive vorgespannt, statt der elektrischen. So würden wir über die Schadstelle kommen, nachdem Baum und Oberleitung weggeräumt wären. Jetzt ging es raus aus Rijeka, einmal um den Teil der Bucht, der von der weitläufigen Hafenstadt eingenommen wird, um Höhe zu gewinnen. Unter uns die Lichter der Stadt, orange funkelnd, über uns Sterne, dazwischen die restlichen Wolkenschleier des Gewitters und schwarze Nacht, der Zug, hoffnungsfroh bergan.

Am morgen dann das seltsame Erwachen des Reisenden, der sich nicht mehr bewegt. Aus dem Schlaf heraus in die Stille eines Abstellgleises, Bewegungslosigkeit, wo eigentlich das Ruckeln der Drehgestelle herrschen sollte. Der Blick aus dem Fenster: die Tristesse eines Güterbahnhofs im slowenischen Regen, Ljubljana, Laibach, am Ende von Gleis 5. Unsere Kurswagen, abgestellt, abgehängt, den von Belgrad kommenden Nachtzug nicht erreicht, es ist sechs Uhr morgens.

8:05, so der Fahrplan, kann es weiter gehen, mit dem Intercity nach Villach in Österreich, von dort mit dem EC nach München oder weiter nach Köln und Dortmund. Wir verlassen unsere gestrandeten Kurswagen, Vagabunden der Nacht, der Schaffner entschuldigt sich, er hat sein bestes getan, das weiß er. Höhere Gewalt und kroatische Kreativität, woher kam nur die Diesel-Lokomotive so spät am Abend. Und woher die elektrischen, die uns angeblich nachts von der kroatisch-slowenischen Grenze bis in die Hauptstadt gebracht haben soll? Wer weiß das schon, vielleicht haben die Kurswagen ja ihren Weg auch alleine gefunden…

Arriving in Rovinj, Croatia

Sunday, July 6th, 2008 Latitude: S Longitude: E

Route

You might want to complain about the bumpy boat ride with these speed catamarans from Venice to the Istrian coast; about three hours of almost flying and it’s in the “almost” the bumpyness lies: These speed boats glide on top of an hover cushion that is create between their two hulls, and the ride feels like on a straightened roller coaster in desperate need of rail maintenance. But I felt I wouldn’t want to trade in the arrival for one at even the best of the many air terminals I have been to. It’s my first time in Croatia and if the gods admit, it will not be my last one.

2008 07 03 20 37 35 Rovinj

Rovinj is just a very beautiful spot and I can’t wait to come back ridin’ a true moto down along the coast. Yesterdays short trip on a scooter gave me enough of a taste what it will be like…

Bahn: Fortschritt online!

Tuesday, July 1st, 2008 Latitude: S Longitude: E

Der Fortschritt findet bei der Bahn online statt. Viele Strecken verfallen, ebenso wie die Fahrpläne und die meissten Stationen. Eines haben die Herren (wenigen Damen) der Bahn-Herrschaft allerdings verstanden: Wer einen so Informations-intensives Unternehmen führt, sollte seine Ressourcen genau dahin stecken, in die Informationsmöglichkeiten über die Produkte.

So kann der Kunde heute die aberwitzigsten Verbindungen abrufen, per Handy oder am internetverbundenen Rechner: Köln-Irbit (hinter Jekaterinenburg in die sibierische Taiga), dauert mehr als 70 Stunden mit einmal Umsteigen. Die Info, wie man hinkommt und wo man umzusteigen hat, wird einem in wenigen Sekunden geliefert. Der praktische Nutzwert erschließt sich einem eher auf Strecken wie von Köln-Süd nach Düsseldorf-Gerresheim, Rathaus: 1,5 Stunden, 4-mal Umsteigen, Lieferung der Info: 3 Sekunden aufs Handy. Vor-Internet-Aufwand: Minuten, eher Viertelstunden, und viele Verbindungen waren gar nicht absehbar, weil man die Grenzen der Tarifgebiete zu überwinden hat. Statt dessen heute: Infos, Infos, Infos, auf Fahrten kreuz und quer durch dichtverwobene Agglomerationen wie der Rhein-Ruhrzone ein echter Gewinn.

Neuerdings noch komfortabler ist das hier:

Bahn

Auf der Bahnseite www.bahn.de kann man nun, wenn man sich eine Verbindung ausgesucht hat, auf den kleinen Link klicken: “Im Kalender eintragen”. Damt wird eine kleine Datei im Format iCal heruntergeladen. Die öffnet sich (bei mir auf dem Mac, aber es geht wohl auch mit Lotus Notes und anderen Unwägbarkeiten des Büroalltages…) das Kalenderprogramm und darin findet sich die Verbindung als Eintrag. Das sieht dann so aus:

Bahn 2

Jetzt noch den Kalender auf dem rechner gewohnheitsmässig mit dem Handy synchronisieren und man hat seine ganzen Reisedaten immer in der Tasche dabei. Genial, weil nachgedacht, Service-orientiert, etc. pp. Also: Lob für die Bahn, da hat sie mal was richtig richtig gemacht.