Archive for the 'Menschen' Category

Motorradgeschichten

Tuesday, May 13th, 2008 Latitude: S Longitude: E

Seid der mir bekannte Teil der Menschheit weiss, dass ich meinen Motorführerschein mache, fliegen mich von allen Seiten Motorradgeschichten an. Gemeinsam mit denen, die ich selber so erleben, ergibt sich mehr und mehr eine kleine Kulturgeschichte des kraftvollen Zweirads:

Maria, die Kölner Ehefrau meines sizilianischen Nudelkochs Salvatore berichtet (ich fand, mit Wehmut in der Stimme) daß sie ja damals, als sie den Autoführerschein machte, eigentlich…. Aber dann eben doch nicht, weil’s zu teuer gewesen wäre… aber eigentlich. Heute denke ich, wenn ich ihren kleinen Kleinwagen sehe und mir das oft recht wünschenswerte Wetter Kölns wegdenke, denke ich, und nur dann: die beiden auf eine Moto Guzzi California mit Seitenwagen unterwegs zur Arbeit im Friesenviertel, ein Bild, wie von Gianmaria Testa oder Nani Moretti, reine Poesie.

Kürzlich war ich mit meiner Tochter in einem Motorradgeschäft in Köln-Kalk, in der guten Absicht, Helme, Handschuhe, Jacken für uns zu erforschen, deren Größen, Designs, Preise. M. fand das nicht so spannend und erbat sich stattdessen meine Handykamera, um zu fotografieren. Ergebnis: 45 hochauflösende Bilder von Hondas in allen Formen und Farben und ein Handy, das ständig “sagt”: “Ihr Speicher ist voll, erst einige Daten löschen” (…bevor sie wieder normal telefonieren können; wieso eigentlich telefonieren, scheint die allgemeine Meinung in den Konstruktionsbüros für diese Dinger inzwischen zu sei…!?)

Beim “Anprobieren” des Motorrads bei einem weiteren Termin war sie allerdings ganz dabei, stieg von der einen Variante zur anderen (es gab nur Varianten eines Models, ein seid den Fünziger Jahren nur wenig veränderten englischen Maschine indischer Bauausführung) und landete am Ende im Seitenwagen eines Gespanns mit den Worten: “Das hier passt gut!”.

Dann wurden sofort Reisepläne geschmiedet und überlegt, wer alles mit darf. Der Verkäufer mahnte jedoch: Das Gespann sei auch als Gespann, also mit eigentlich drei Sitzplätzen versehen, nur für zwei Personen zugelassen. Wegen des zulässigen Gesamtgewichts. Aha. Ich mußte dann doch etwas schmunzeln, in Nepal waren ganze Familien auf solchen Enfields unterwegs, ohne Seitenwagen wohlgemerkt. 22 Pferde aus einem halben Liter Hubraum ist eben auch heute noch in weiten Teilen der Welt eigentlich eine nachgerade ungehörige Übermotorisierung für den Individualverkehr. Wir werden sie würdevoll zum Einsatz bringen.

Der Seitenwagen ist inzwischen, das vielleicht zur Beruhigung der nahen Verwandtschaft meiner Tochter, beschloßene Sache, nachdem auch die Fahrschule vom Fahren mit Kindern dringend abrät. Immerhin können sich die Kleinen nicht so gut festhalten, wie zur Lebenserhaltung notwendig. (Auf den Bildern im Übungsbuch werden immer vermutlich mondfahrtstauliche Monstermaschienen bayrischer Provinienz gezeigt…) Also , der Gemütlichkeit halber: Ab ins Boot mit der Kleinen. Da ist dann auch noch Platz für’s Kuscheltier und die Reise-Ukulele.

Best Internet in Brussels Zuid

Friday, April 18th, 2008 Latitude: S Longitude: E

Quite astonishing in which places you’ll find your daily fix of Internet connection. This one was a good places for the couple of hours of a good work-meeting and a lunch in Brussels near the train station where the fast train from Cologne to Paris calls. Just get out of the station (Brussels Zuidstation/Gare du Midi) towards the southern tower (a high rise building in black) and turn right towards the spanish shop on the corner. The restaurant “Asturia” is one or two shops to the left of it.

Cafe Asturia Brussels

I doubt the WiFi is their own, but it has a strong enough signal to reach into the back of the place. Around midday you’ll have to stop working, as then the tables are reserved for lunch guests. Lunch has been excellent, the coffee very nice, the waitress an angel.

Männer, Frauen, Wohnen…

Friday, April 11th, 2008 Latitude: S Longitude: E

Gerade an einer Buchauslage vorbei gegangen hier in Köln, mit Fotobücher zu den vielfältigsten Themen. Mir sprangen die zum Thema Wohnen in die Augen. “Kleine Appartments”, “Küchen”, “Ökohäuser in Städten”. Hatte die Idee, dass ich meine Herzensdame mal einlade, mit mir einen Kaffe zu trinken, und dabei einen Stapel dieser Bücher durchzublättern. Dann können wir uns gegenseitig so zeigen, was uns so alles gefällt. Und was ja so gar nicht geht, in unseren Vorstellungen. Danach steigen wir dann einfach mal ins Auto und fahren mal die Stadt ab, Viertel und Straßen, gucken, wo’s uns gefällt, und wie’s da ist und wie es so aussieht. Könnte ein lehrreicher und lustiger Nachmittag werden…

Hi-Tea in Kuala Lumpur

---> Wo ist das?

Thursday, March 13th, 2008 Latitude: 3.144373N Longitude: 101.680312E

Ruhe in Kuala Lumpur? Man findet sie – wenn man weiß, wie man hin kommt und den Weg dahin erklären kann. Dann eröffnen sich einem neue Erkenntnisse – zum Wesen der Schwed(inn)en, Briten und anderen Weltenbürgern.

Der Taxifahrer weiss nicht genau wo es ist, die Karte im Reiseführer verhilft ihm wenigstens zu einer groben Idee. Und dennoch, zwischen den Wolkenkratzern der Metropole winden sich die Straßen wie Gewürm im Kompost und selten ist Geradeaus die richtige Richtung, wenn man etwas erreichen will, was in Luftlinie vor einem liegt.

Ich versuche, anhand der beiden höchsten Gebäude, Twin Towers und dem Fernsehturm, irgendwie auszumachen,wo wir gerade unterwegs sind, als völlig unerwartet die Abzweigung auftaucht, die uns ans Ziel führt: Lake Gardens und darin die ehemalige Residenz des britischen Gouverneurs zu Kolonialzeiten. Heute ein Luxus-Hotel, inmitten einer Parklandschaft, Ruhepol im Chaos.

Die Residenz des Britischen Gouverneurs in Kuala Lumpur
Eine feste Burg ist mir meine edle Residenz…

Prachtvoll-dezent, kein Widerspruch an diesem Ort, es wird einem immer Grandesse vermittelt, das ganze jedoch zurückhaltend, Understatement ist das Schlüsselwort. Die Veranda des Speisesaals öffnet zum Park hin, links und rechts zwei Separées, in der Mitte zwei Gruppen von Korbsesseln, wir nehmen Platz auf der einen Seite, auf der anderen residieren bereits zwei Damen mittleren Alters, die sich im Schwedisch der feineren Stockholmer Gesellschaft unterhalten.

Die Karte wird gereicht, das Menü, die Zeremonie ist immer die gleiche. Wir wählen unsere Teesorte und bitten um die Tee-Tafel aus Sandwiches, Apple-Crumble, süßen Kleinteilen, die umgehend auf einer Etagère gebracht werden, danach folgen Scones, eine Art Hefeteig-Muffins, die von einer Erhabenheit sind, dass sie jeden Bäckerlehrling in die Knie gehen lassen. Dazu gibt es zwei Sorten Marmelade sowie Sahne, die so punktgenau geschlagen ist, dass sie eben gerade nicht Schlagsahne ist, sondern immer noch cremig.

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Rechts im Bild Kollege Thorsten K., der dieses Kleinod aus den Tiefen des “Lonely Planet”-Reiseführers hervorgeholt und am Wochenende bereits einmal angetestet hatte.

Wir genießen, parlieren und lauschen dem Geplauder vom Nachbartisch, während im Park der Spätnachmittag-Regen niedergeht und die Kellnerin dafür sorgt, dass unsere Teetassen gefüllt sind. “May I?” und “Do you want some more…?”, alles sehr vornehm, dabei ausreichend relaxed, dass es auch Spaß macht.

Zu Gouverneurs Zeiten wäre unser Benehmen vielleicht nicht durchgegangen (Isst man Scones mit Messer und Gabel? Oder bricht man sie mit der Hand auf? Fragen über Fragen….). Leckere Kekse runden das Mal ab – und: eine Erdbeere.

Die Rückkehr in das, was sie hier Zivilisation nennen? Leider sei es gerade nicht möglich, ein Taxi per Telefon heranzurufen. Vermutlich ist es zu kompliziert, dem Fahrer zu erklären, wo er eigentlich hin soll. Uns wird angeboten, im Personalbus mitzufahren, um dann am Bahnhof umzusteigen.

Unsere Kollegin Heidrun klärt uns auf, als wir am Frühstückstisch davon berichten: “Da lässt man sich ja auch mit dem eigenen Wagen vorfahren und abholen!” Die beiden schwedischen Damen fanden das wohl auch. Den Personalbus lehnen sie höflich, aber mit Nachdruck ab, um sich per Handy jemanden heranzutelefonieren.

Wir klettern in die landesübliche Rumpelkiste, sehr zur Freude der Mitreisenden, ein letzter Blick auf die Terasse, die freundlichen Schwedinnen winken erfreut (und wohl auch erleichtert) zum Abschied, zwei Strassen weiter: das Chaos hat uns wieder.

Best Internet in Luang Prabang

---> Wo ist das?

Friday, February 22nd, 2008 Latitude: 19.895888N Longitude: 102.14227E

Travelling with your Laptop has become somewhat normal judging from the number of people I meet in the few places in Luang Prabang offering WiFi. There are several different spots and the price schedules ranges from free access for all to free access if you consume for more than 60.000 Kip (about 6 US$) to those who charge 5000 Kip (often for poor bandwidth.)

As I have to keep in touch with my homebase and also work on internet related projects while I am here in Luang Prabang, getting on to the internet is crucial. After several trials, the one place I found to be the best overall is the LasiCuisine on the main road, next to the Green Discovery Office. The food is good (try the chicken sandwich!), the drinks are good, the staff is friendly, the wireless just works (!) and the bandwidth is acceptable and most importantly pretty stabile compared to most places. Downsides: The coffee is weak, and they seem to only have one CD, so if Whitney Houston, Celine Dion and Lionel Richie are not your favourites for a day long “repeat all”… Apart from this the LasiCuisine is just the right place to call Office while in Luang Prabang.

PhouPou Monthira, the boss at LasiCuisine, where the WiFi is as good as the top special dishes on the menue…